Zum zweiten Mal pflegten der Strandbiergarten “Beach und Bier” und der Wochenmarkt in diesem Jahr auf dem Furtwanger Marktplatz ein nicht immer freiwilliges Miteinander.
Die Markthändler beklagen beengte Verhältnisse und den Verlust des Einkaufsflairs. Stadtverwaltung, Strandbarbetreiber und die Mehrheit der Teilnehmer einer SÜDKURIER-Onlineumfrage verweisen dagegen auf den Attraktivitätsgewinn der Innenstadt.
Welche Meinung haben Sie zum “Sommer auf dem Marktplatz”, welche Erlebnisse hatten Sie? Was könnte im nächsten Jahr besser gemacht werden? Was wäre eine sinnvolle Ergänzung?
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Am Donnerstag 25. September kommt Ministerpräsident Günther Oetttinger für rund 4 Stunden nach Furtwangen. Er besichtigt die Firma E.Dold und nimmt an einem Festakt teil, der das 60-jährige Bestehen des CDU-Stadtverbands sowie die Nachkriegsentwicklung von Stadt und Hochschule feiert.
Ein eng gestrickte Zeitplan lässt für die Bürger aber
wenig Gelegenheit, um mit dem „Landesvater“ ins Gespräch zu kommen.
Selbst Bürgermeister Richard Krieg und CDU-Stadtverbandschef Professor Manfred Kühne werden die Anliegen der Stadt gegenüber Stuttgart nur
in groben Zügen ansprechen können.
Was wünschen Sie sich für Furtwangen und den ländlichen Raum von
Stuttgart? Was möchten Sie Günther Oettinger persönlich sagen? Lob, Tadel, Anregungen finden Platz in diesen Weblog.
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Horror-Sekunden am Donnerstagabend, 21.August für einen Rennradfahrer aus Villingen. Ein zu weit rechts fahrender Sattelschlepper hakte den
Radler auf der Gefällstrecke diesseits der Fuchsfalle in Richtung Furtwangen-Rohrbach
ein und schleifte ihn rund 25 Meter mit. Der Radfahrer blieb zum Glück nahezu unverletzt, der Sattelschlepper mit ausländischem Kennzeichen setzte seine Fahrt ohne anzuhalten
fort.
Der Unfall warf Fragen auf.
„Was haben diese Sportgeräte auf der Straße verloren?“, meinte Manfred Bockisch, als er am Samstag vom Unfall im SÜDKURIER las. Der Dauchinger bedauert, dass der Sportler bei dem Unfall zu Schaden kam, stört sich aber daran, dass reine Sportgeräte im Straßenverkehr verwendet werden. „Man stelle sich vor, ich stelle mich mit meinem
Heimtrainer auf die Bundesstraße“, schreibt er überspitzt in einem Brief an den ADAC. Bei den Münchener Auto-Lobbyisten bittet der 67-jährige Außendienstler um Erläuterung der Rechtslage. Für den gestressten Brummifahrer hat er Verständnis. Unter Zeitdruck
hätte dieser seine Chance zum Überholen versucht zu nutzen. Ihm gegenüber stellt er die „Freizeit-Jan-Ullrichs“: „Sie haben das Recht gepachtet und bewegen sich mitten auf der Fahrbahn.“Gegenüber dem SÜDKURIER begründete der erklärte Auto-Freund
seine Dünnhäutigkeit beim Thema. Auf der Reise nach Italien sei ihm auf der Abfahrt vom Timmesjoch einer dieser „Harakirstrampler“ ohne Licht fast in die Stoßstrange gefahren. „Wir mussten erst mal anhalten und diesen Vorfall verdauen“, berichtet Bockisch.
„Die Rennradfahrer sausen da ‚volle Lotte’ runter und überholen sogar Autos“, pflichtet ihm Ralf Seifritz bei. Der Organisator der neuen Mountainbike-Abteilung des Skiclubs Furtwangen hatte ein ähnliches Alpen-Erlebnis. Auch in der Region ist Seifritz kein
Freund von Radsport auf der Straße. „Das ist einfach zu gefährlich“. Fragwürdig hält er das Kolonnenfahren der Rennradler. Das verleite zum Überholen. Umgekehrt würden die Rennradler durch rücksichtslos überholende Autofahrer gefährdet. „Alles ist doch
eine Frage des gegenseitigen Respekts“, verortet er das Verhältnis Radler-Autofahrer. Mit der technischen Ausstattung habe das nichts zu tun.
Die Straßen-Problematik ist im Trainingsbetrieb eher unbekannt. Die jüngst gegründete Moutainbike-Jugendgruppe des Skiclubs fährt nahezu komplett im Gelände. Neben der Biker-Montur mit Helm, Brille und Handschuhen ist schon bei den Jugendlichen eine Beleuchtung Pflicht –auch wenn die Ausfahrten in dieser Altersgruppe schon vor der Dämmerung beendet sind. Bei den erwachsenen
Mountainbiker sei Beleuchtung durch die Trainingszeiten eh notwendig und
anderes von zusätzlichem Nutzen: etwa ein reflektierender Regenschutz.
Die Landesstraße zwischen Furtwangen und Vöhrenbach ist ein beliebtes Revier für ambitionierte Freizeitradler. Helmut Fischer vom Polizeiposten Furtwangen sieht darin einen „breit akzeptierten Sport“ mit minimalen Unfallzahlen. Verboten und
als Ordnungswidrigkeit zu ahnden sei das Nebeneinanderfahren außerhalb
von Rennen. Auch der Sprecher der Polizeidirektion, Wolfgang Schyle,
sieht die aus Großstädten bekannten Konflikte zwischen Radfahrern und
Fußgängern in der Region noch nicht angekommen. „In der Villinger Innenstadt hatten wir zu diesem Thema schon länger weder Verletzungen noch Anzeigen“, sagte Schyle, räumt
aber Irritationen und Erschrecken durch lautlos passierende Radler ein.
Und wie verhält es sich mit der Beleuchtung für Rennräder? Gerd Simon
von der Verkehrspolizei erläutert die Ausnahmeregel. Rennräder, die leichter sind als elf Kilogramm. Diese brauchen keine Lichtmaschine. „Da genügt es Batterien für die Batterie-Dauerbeleuchtung mitzuführen“, zitiert Simon die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung.
Nun ist die Diskussion eröffnet:
Wie sehen Sie den Sport der Pedalritter auf der Landstraße? Gefährlich, lästig, oder ein unproblematisches Freizeitvergnügen, wenn man ein bisschen Rücksicht aufeinander nimmt?
Oder gibt es ganz andere Konfliktfelder im Bezug aufs Radfahren, auf die Sie aufmerksam machen wollen.
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Im April 2007 wurde die Idee, ins ehemalige Postgebäude ein medizinisches Versorgungszentrum einziehen zu lassen, erstmals vorgestellt. Seither kommt das Projekt nicht von der Stelle.
“Mit dem Kauf der Immobilie hat sich die Stadt Furtwangen eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen”, sagte Rolf Dickmann, Geschäftsführer der in Triberg ansässige Dickmann Projektentwicklung. Er beklagt, dass noch kein Mediziner verbindlich in das Projekt mit eingestiegen ist. Allein anhand der Fakten müsste ihnen doch an der durch ein erfolgreiches Projekt langfristig gesicherten medizinischen Versorgung der Bevölkerung gelegen sein.
Dickmann entwirft mit seinem auf ein zweites “Zwillings”-Gebäude” erweiterten Konzept des Postgebäude-Umbaus das Gegenbild zur Einzelpraxis in Wohn- und Geschäftshäusern. “Mit komplett barrierefreiem Zugang entstünde ein regelrechtes medizinisches Netzwerk”, schwärmt er. Überdieswürde diese Konstellation älteren Ärzten die Nachfolgersuche deutlich erleichtern. Zur Finanzierung würde die Miete ausreichen, das geforderte fnanzielle Engagement wäre für die Teilnehmer absehbar, zumal im Sanierungsgebiet Zuschüsse winkten.
Drei Ärzte hätten derzeit Interesse. “Machen die mit, dann könnte man anfangen”, so Dickmann. Mit einsteigenwürde in diesem Fall wohl auch eine Apotheke. Nutzbar wären in beiden, durch ein verglastes Treppenhaus verbundenen Gebäudeteilen jeweils vier Geschosse. Die Erdgeschosse wären (vorderes Gebäude) der Apotheke und dem Roten Kreuz (hinteres Gebäude) reserviert. Dickmann spricht auf seiner Homepage www.immobilien-schwarzwald.de von einer gesamten Praxisfläche im ersten Bauabschnitt
von rund 1383 Quadratmeter. Der Kaufpreis soll einschließlich Altgebäudeanteil rund 2200 Euro pro Qudratmeter betragen.
Gedanken macht sich Dickmann auch über das wenig ansehnliche Nachbarhaus, das im Vorderteil einen Imbiss beherbergt. Es könnte in einem zweiten Bauabschnitt ebenfalls grundlegend saniert und für Arztpraxen genutzt werden. Im äußeren Erscheinungsbild würde sich die “Rabenstraße 2″ an den benachbarten Gebäuderiegel anlehnen.
Das Ärztezentrum sei der richtigeWeg, lobte Bürgermeister Krieg, ohne sich zu Details zu äußern. Nach den Ferien stünden die nächsten Gespräche mit den Ärzten an. Ihre Zurückhaltung sei nachvollziehbar: “Da haben einige viel in ihre jetzigen Praxen investiert.” Die Amortisation sei nicht mehr so selbstverständlich wie früher.
Verschiedene Facharztpraxen und eine Apotheke unter einem Dach, mit Parkraum vor dem Haus und auch für Rollstuhlfahrer und Ältere bequem zu erreichen: Diese Idee steht hinter dem Konzept eines medizinischen Versorgungszentrums im alten Postgebäude, wie sie von der Stadtverwaltung und dem Projektentwickler Rolf Dickmann betrieben wird.
Was halten Sie von dieser Konzentration medizinischer Leistungen an einem Ort? Bedeutet das eine Verbesserung gebenüber der bisherigen dezentrale Struktur? Oder entstehen da nur Kosten für die Allgemeinheit? Wie sollten die Ärzte auf diese Option regieren?
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Lustig ist das Studentenleben. So hieß es früher einmal. Heute, so scheint es, müssen viele Informationen möglichst schnell verarbeitet werden.
Doch gleichzeitig sind die Studienjahre eine prägende Zeit. Viele Ältere bekommen glänzende Augen, wenn sie auf die “Bude”, auf fröhliche Feten oder auf die studentischen Entbehrungen angesprochen werden. Karg, aber schön war die Zeit, auch mit einer gestrengen Vermieterin.
In Furtwangen sucht die Hochschule potenzielle Gasteltern. Damit sind Personen oder Familien gemeint, die den ausländischen Studierenden Ausflugsziele, Sitten und Gebräuche der Region nahe bringen - und dabei den eigenen Horzont erweitern.
Dieser Aufruf soll nun Anlass einer kleinen Internetdiskusssion sein. Wie sind Ihre Erfahrungen als studentischer Mieter im Ausland? Welche Erfahrungen sammeln Sie aktuell in Furtwangen, welche wirken aus früheren Zeiten nach? Oder vermieten Sie Zimmer? Erzählen Sie uns Ihre Erfahrungen. Anekdotisches, Nützliches, Löbliches oder Zusammenhänge, die es zu verbessern gilt: Bitte diskutieren Sie mit!
Der Wandel unserer Gesellschaft in Richtung einer immer stärkeren Berufsttätigkeit von Eltern verlangt nach neuen Betreuungskonzepten für Kleinkinder, Kindergartenkinder und Schüler.
In der Bürgerversammlung am 1. Juli 2008 stellten die Stadt Furtwangen und die Schulleiter die Planungen vor.
2014 greift in Baden-Württemberg der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kleinkinder. Man rechnet damit, dass etwa ein Drittel der Eltern diesen Anspruch einlösen wird.
Das beschäftigt auch die Planer in Furtwangen. Die bestehende Kapazität der Kleinkinderbetreuung wird mehr als verfünffacht. Kernstück ist die Überlegung im Wohnhaus des derzeit aussiedelnden Handwerkbetriebs Hug ein “Kinderhaus” mit 50 Kleinkinderplätzen einzurichten. In den bestehenden Kindergärten sollen weitere, teils altersgemischte Plätze nach Bedarf eingerichtet werden.
Die Anne-Frank-Schule und die Hauptschule am Ilben werden im nächsten Schuljahr offene Ganztagssschulen. An der Anne-Frank-Schule wird ein bestehendes Modellprojekt an vier Tagen in der Wochen weitergeführt. Nach dem vom Don-Bosco-Heim gelieferten Mittagessen folgt bis 15.45 Uhr ein pädagogisches und sport/hobbyorientiertes Beschäftigungsangebot.
Die Hauptschule erwägt, beim pädagogischen Konzept mit dem Otto-Hahn-Gymnasium zu kooperieren. Auch das Mittagessen sollen die Hauptschüler, so ein Beschluss des Gemeinderats, in einer einjährigen Probephase am Otto-Hahn-Gymnasium einnehmen. Dazu steht ein kostenloser Bustransport bereit. Die Ganztagsschule startet in den Klassenstufen 5 und 6.
Die Friedrichschule sieht keine Veranlassung, den Status einer Ganztagsschule anzustreben. Sie hat funktionierende Angebote im Rahmen der verlässlichen Grundschule sowie der Hausaufgaben- und Sprachbetreuung. Das Mittagessen nehmen die Kinder im Kindergarten Maria Goretti ein. Eventuell geplant ist ein freiwiliger Nachmittagshort von Montag bis Freitag zwischen 13 und 17 Uhr, der lediglich auf die wenigen Schließungstage des Kindergartens Rücksicht nehmen müsste.
An der Grundschule Neukirch wird über einen 5-Tage-Hort mit Nachmittagsbetreuung von 13 bis 17 Uhr nachgedacht. Das wäre eine Verbesserung gegenüber der Verlässlichen Grundschule, die drei Mal in der Woche eine Betreuung bis 16 Uhr anbietet. Man sei noch in Gesprächen.
Am Otto-Hahn-Gymnasium wird im nächsten Schuljahr das “ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebot” nahezu aus eigener Kraft geschultert, ohne Zugewinn an Lehrerstunden. Die Schule setzt dabei auf die neue Mensa als Kernstück und die Mithilfe von Vereinen, Verbänden, Schülern, Eltern, Senioren und Jugendbegleitern. Auch die Kooperation mit anderen Schulen und eine Schüler-Ingenieur-Akademie in Zusammenarbeit mit der Hochschule wird ins Auge gefasst. Die tatsächliche Projektauswahl erfolgt erst zu Beginn des nächsten Schuljahrs.
Ehrenamtliche Helfer spielen beim Betreuungskonzept eine große Rolle. Stehen diese in ausreichender Zahl und mit ausreichender Qualifikation zur Verfügung? Reicht der gute Wille aus, um den Bedürfnissen von “fordernden” und lebhaften Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden?
Was bedeutet es für die Vereine, wenn die Kinder mehr Zeit an der Schule verbringen? Müssen die Vereine ihre Trainings- und Übungszeiten an die Schulen und in den Nachmittag verlegen? Macht es Sinn, einzelne Angebote zu konzentrieren? Forciert das die Überlegungen, die Schülerbetreuung überhaupt an einem zentralen Standort zusammenzufassen?
Der Schülerrückgang wird in den nächsten Jahren dramatisch sein. Die Anne-Frank-Schule wird 2009/2010 einzügig, die Hauptschule ist es seit dem vergangenen Schuljahr. 2012 könnten auch die Kinder und Jugendlichen der Anne-Frank- und der Anne-Frank-Förderschule in der Friedrichschule unterrichtet werden, die Hauptschule hätte Platz am Otto-Hahn-Gymnasium.
Die Diskussion über eine Konzentration auf zwei Furtwanger Schulstandorte ist eröffnet.
Laut Stadt ergäben sich daraus beachtliche Synergien. 400 000 Euro könnten durch den geringeren Personal- und Beschaffungsaufwand eingespart werden. Das ergäbe eine Sanierung der bedürftigen Gebäude Zug um Zug. Die Sanierungslasten an Schulgebäuden sind riesig. 1,36 Millionen Euro müssen - die Turnhalle gar nicht eingerechnet - an der Anne-Frank-Schule investiert werden, 1,56 Millionen an der Hauptschule und 757 000 langfristig an der Friedrichschule. Selbst wenn der Neubau am Otto-Hahn-Gymnasium den aktuellen Raumbedarf gestillt hat, bleibt am bestehenden Schulgebäude am Oberen Bühl ein langfristiger Sanierungsposten in Höhe von 1,93 Millionen Euro bestehen.
Vor diesem Hintergrund sei, so die Verwaltung, das Wohl der Kinder zwar das leitende Signal. Doch die Kommunalpolitik muss auch die Wirtschaftlichkeit betrachten.