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furtwangen.suedblog.de

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| [44] Kommentare

Von furtwangen - Geschrieben am 26.08.2008, 15:17

Horror-Sekunden am Donnerstagabend, 21.August für einen Rennradfahrer aus Villingen. Ein zu weit rechts fahrender Sattelschlepper hakte den
Radler auf der Gefällstrecke diesseits der Fuchsfalle in Richtung Furtwangen-Rohrbach
ein und schleifte ihn rund 25 Meter mit. Der Radfahrer blieb zum Glück nahezu unverletzt, der Sattelschlepper mit ausländischem Kennzeichen setzte seine Fahrt ohne anzuhalten
fort.

Der Unfall warf Fragen auf.

„Was haben diese Sportgeräte auf der Straße verloren?“, meinte Manfred Bockisch, als er am Samstag vom Unfall im SÜDKURIER las. Der Dauchinger bedauert, dass der Sportler bei dem Unfall zu Schaden kam, stört sich aber daran, dass reine Sportgeräte im Straßenverkehr verwendet werden. „Man stelle sich vor, ich stelle mich mit meinem
Heimtrainer auf die Bundesstraße“, schreibt er überspitzt in einem Brief an den ADAC. Bei den Münchener Auto-Lobbyisten bittet der 67-jährige Außendienstler um Erläuterung der Rechtslage. Für den gestressten Brummifahrer hat er Verständnis. Unter Zeitdruck
hätte dieser seine Chance zum Überholen versucht zu nutzen. Ihm gegenüber stellt er die „Freizeit-Jan-Ullrichs“: „Sie haben das Recht gepachtet und bewegen sich mitten auf der Fahrbahn.“Gegenüber dem SÜDKURIER begründete der erklärte Auto-Freund
seine Dünnhäutigkeit beim Thema. Auf der Reise nach Italien sei ihm auf der Abfahrt vom Timmesjoch einer dieser „Harakirstrampler“ ohne Licht fast in die Stoßstrange gefahren. „Wir mussten erst mal anhalten und diesen Vorfall verdauen“, berichtet Bockisch.

„Die Rennradfahrer sausen da ‚volle Lotte’ runter und überholen sogar Autos“, pflichtet ihm Ralf Seifritz bei. Der Organisator der neuen Mountainbike-Abteilung des Skiclubs Furtwangen hatte ein ähnliches Alpen-Erlebnis. Auch in der Region ist Seifritz kein
Freund von Radsport auf der Straße. „Das ist einfach zu gefährlich“. Fragwürdig hält er das Kolonnenfahren der Rennradler. Das verleite zum Überholen. Umgekehrt würden die Rennradler durch rücksichtslos überholende Autofahrer gefährdet. „Alles ist doch
eine Frage des gegenseitigen Respekts“, verortet er das Verhältnis Radler-Autofahrer. Mit der technischen Ausstattung habe das nichts zu tun.
Die Straßen-Problematik ist im Trainingsbetrieb eher unbekannt. Die jüngst gegründete Moutainbike-Jugendgruppe des Skiclubs fährt nahezu komplett im Gelände. Neben der Biker-Montur mit Helm, Brille und Handschuhen ist schon bei den Jugendlichen eine Beleuchtung Pflicht –auch wenn die Ausfahrten in dieser Altersgruppe schon vor der Dämmerung beendet sind. Bei den erwachsenen
Mountainbiker sei Beleuchtung durch die Trainingszeiten eh notwendig und
anderes von zusätzlichem Nutzen: etwa ein reflektierender Regenschutz.

Die Landesstraße zwischen Furtwangen und Vöhrenbach ist ein beliebtes Revier für ambitionierte Freizeitradler. Helmut Fischer vom Polizeiposten Furtwangen sieht darin einen „breit akzeptierten Sport“ mit minimalen Unfallzahlen. Verboten und
als Ordnungswidrigkeit zu ahnden sei das Nebeneinanderfahren außerhalb
von Rennen. Auch der Sprecher der Polizeidirektion, Wolfgang Schyle,
sieht die aus Großstädten bekannten Konflikte zwischen Radfahrern und
Fußgängern in der Region noch nicht angekommen. „In der Villinger Innenstadt hatten wir zu diesem Thema schon länger weder Verletzungen noch Anzeigen“, sagte Schyle, räumt
aber Irritationen und Erschrecken durch lautlos passierende Radler ein.
Und wie verhält es sich mit der Beleuchtung für Rennräder? Gerd Simon
von der Verkehrspolizei erläutert die Ausnahmeregel. Rennräder, die leichter sind als elf Kilogramm. Diese brauchen keine Lichtmaschine. „Da genügt es Batterien für die Batterie-Dauerbeleuchtung mitzuführen“, zitiert Simon die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung.

Nun ist die Diskussion eröffnet:

Wie sehen Sie den Sport der Pedalritter auf der Landstraße? Gefährlich, lästig, oder ein unproblematisches Freizeitvergnügen, wenn man ein bisschen Rücksicht aufeinander nimmt?

Oder gibt es ganz andere Konfliktfelder im Bezug aufs Radfahren, auf die Sie aufmerksam machen wollen.

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Kommentare (44)

Geschrieben von
Norbert Sukale
am 27.08.2008
um 7:33 Uhr

Wenn Fahrradwege vorhanden sind, ist die Benutzung durch die StVO geregelt. In Bayern sind Verbotsschilder für Radfahrer auf Landstraßen aufgestellt. Diese Gruppenfahrten gehören auf den Hockenheimring.

Geschrieben von
Daniel Hiestand
am 27.08.2008
um 8:02 Uhr

…den Autofahrer kostet’s ne Minute, den Radfahrer das Leben…..

Geschrieben von
Markus Mittermeier
am 27.08.2008
um 12:19 Uhr

Ein Radrennfahrer kann nur auf der Straße trainieren, da ein Radweg niemals für diese Geschwindigkeiten und Entfernungen ausgelegt ist und sein kann. Trotzdem habe ich als Autofahrer einen Horror davor, wenn ich zwischen Vöhrenbach und Wolterdingen aus einer Kurve kommend einen einzelnen Radfahrer oder gar einen ganzen Pulk vor mir habe und entsprechend bremsen muss. Glücklicherweise ist da noch nichts geschehen, die Situationen sind aber oft schon sehr brenzlig. Das ist aber etwas, was ich als Radfahrer bei meiner Streckenwahl berücksichtigen würde. Meiner Meinung nach muß es möglich sein, daß die Straße von beiden Gruppen genutzt werden kann, wobei einem bewußt sein muss, dass der Radfahrer im Zweifel immer den Kürzeren zieht. Diesem Umstand ist als Autofahrer auch Rechnung zu tragen. Übrigens bin ich reiner Autofahrer.

Geschrieben von
Transuse
am 27.08.2008
um 12:36 Uhr

Warum müssen Rennradfahrer überhaupt auf der Straße fahren? Diejenigen, die ich auf der Straße sehe (und über die ich mich oft aufrege, weil sie dann auch noch nebeneinander fahren müssen), haben jedenfalls keine so atemberaubende Geschwindigkeit drauf, dass sie sich nicht auf dem Radweg austoben könnten. Da drängt sich schon der Eindruck auf, dass die top-gestylten Super-Biker einfach nur nicht dort fahren wollen, wo das gemeine Volk herumfährt - nämlich auf dem Radweg. Zumindest auf der Bundesstraße haben sie meiner Meinung nach nichts verloren, zumal viele Rennradfahrer es ja nicht mal für nötig halten, sich eine Lampe ans Bike zu montieren, was vor allem in der Dämmerung und bei einbrechender Dunkelheit reichlich waghalsig ist.

Geschrieben von
Werner Fleig
am 27.08.2008
um 15:58 Uhr

Herr Bockisch sieht die Situation aus der Sicht des Autofahrers. Keine Ahnung ob er je auf einem Rad gesessen hat, oder er überhaupt mit Sport jemals zu tun gehabt hat ? Klar ist es ärgerlich von einem Fahradfahrer “ausgebremst ´´ zu werden, vor allem weil man es ja immer eilig hat. Das Zauberwort heißt gegenseitige Rücksichtsnahme, dann funktionierts. Viel schlimmer finde ich die vielen Motoradfahrer von denen man urplötzlich überholt wird, die keine Rücksicht nehmen, Hauptsache Fun auf der Straße. Oder wer ist noch nie wegen einem Motorrad erschrocken und ist dadurch in eine gefährliche Situation geraden ? Den Spaß am schnellen Fahradfahren muß den Radfahrern aber genau so gestattet sein. Auf der Straße regt sich der Autofahrer auf und auf den Wegen ist man den Fußgängern im Weg. Dort müssen die Radfahrer auch Rücksicht nehmen so wie man es als Radfahrer eben vom Autofahrer auch erwarten kann. Laßt den Radfahrer und sonstigen Sportler Ihr Hobby. … sie tun ja niemandem etwas ;-) … und noch viel Spaß auf ihrem Heimtrainer da sind sie dann ja wenigstens nicht auf der Straße :-)

Geschrieben von
Neumann
am 27.08.2008
um 18:59 Uhr

Lieber Herr Bockisch, Ihnen scheint es ganz u. garn abzugehen, dass ein Fahrrad schon immer ein gleichberechtigtes Verkehrsmittel auf unseren Straßen ist. Ist gibt nicht zu viel Radfahrer, sonder zu viel Autos auf unseren Straßen. Schon Ihre Meinung zum gestressten Brummifahrer heißt: Zeitdruck geht vor Verkehrsregeln, nur ab wie die Feuerwehr und bei rot über die Kreuzung. Ja was machen Sie denn als Freizeitautomobilist auf dem Timmelsjoch, die Luft verpessten und wahrscheinlich im offen Verdeck sich der Natur näher fühlen. Besser wäre es dort hoch zu wandern, oder hochzuradeln. Ich habe das Gefühl, bei Ihnen geht eine rote Leuchte an , sobald Sie einen Radler auf der Straße sehen. Sie sind nicht reif für die Insel, sonder reif für den Psychiater.
Lassen Sie mal für eine Woche Ihr Auto in der Garage und benutzen Sie das Fahrrad, dann werden Sie feststellen wie viele Rabauken im Auto unterwegs sind. Außerdem tut es der Umwelt und Ihrer Gesundheit gut.

Geschrieben von
clean
am 27.08.2008
um 19:00 Uhr

Räder und Autos passen von der Geschwindigkeit her nicht zusammen.
Überspitzte man die beiden Positionen wäre das vergleichbar mit einem Spaziergang auf einer Formel-1-Rennstrecke. Während des Rennens.
Fazit: Wer sein Hobby ausübt, sollte das nicht im öffentlichen Verkehrsraum tun.

Geschrieben von
Sven Ziegler
am 28.08.2008
um 10:34 Uhr

Eine Frage des gegenseitigen Respekts…
“Was haben diese Sportgeräte auf der Straße verloren?” eine Frage, die sich Herr Bockisch bezüglich Rennrädern stellt.
Die gleiche Frage könnte beispielsweide auch bezüglich PS-starken Autos oder Motorrädern gestellt werden. Von wem geht im Straßenverkehr die größere Gefahr aus, von den „Freizeit-Jan-Ullrichs“, die sicher auch für die eine oder andere gefährliche Situation verantwortlich sind - oder doch eher von „Freizeit-Schumis“, die die Straße zur Rennpiste erklären? Ganz zu schweigen von übermüdeten und/oder gestressten LKW- und Lieferwagenfahrern, die oftmals nicht einmal mit einem verkehrstauglichen Gefährt unterwegs sind! Jeder kann sich ja einmal überlegen, aus welchen Gründen er schon öfter „Schrecksekunden“ im Straßenverkehr hatte.
Erinnert sei an dieser Stelle an die hohe Zahl der Raser, die wie der Südkurier berichtete, bei den letzen Kontrollen im Bregtal erwischt wurden.
Es ist nun einmal so, dass die Straßen in Deutschland allen zugelassenen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stehen. Und das sind dort wo, wie im Schwarzwald vielerorts, keine Radwege zur Verfügung stehen eben auch die Radfahrer. Daran wird auch zum Glück der ADAC nichts ändern…
In Zeiten zunehmender Wohlstandskrankheiten wie dem Diabetes, dem Klimawandel durch den CO2 Ausstoß und steigender Energiepreise sollten wir uns darüber freuen, dass mehr Menschen aufs Rad steigen – sei es aus sportlicher Ambition oder um schlicht von A nach B zu kommen. Wir leben glücklicherweise in einer freiheitlichen Gesellschaft, in der es jedem frei steht, sich im Rahmen der Gesetze zu bewegen – also auch mit dem Rennrad auf der Straße zu trainieren. Wollen wir dieses hohe gesellschaftliche Gut durch überhastete Reaktionen auf einzelne Vorfälle gefährden? Wo kämen wir hin, wenn alles verboten würde, was irgendwem nicht in den Kram passt? Vielmehr ist, wie Ralf Seifritz ganz richtig feststellt, gegenseitiger Respekt gefragt und keine verallgemeinernden Beleidigungen a la „einer dieser Harakiristrampler“!
Sicherlich sind hier auch Radfahrer gefragt, die beispielsweise provokativ nebeneinander fahren.
Das Verständnis für einen LKW-Fahrer, der, so groß der Zeitdruck auch sein mag, das Leben anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel setzt und sich nach einem Unfall nicht einmal bemüßigt fühlt anzuhalten, zeugt dabei auch nicht unbedingt von einer reflektierten Sichtweise. Um Gustav Heinemann zu zitieren: „Wer mit dem Zeigefinger auf andere Leute zeigt, sollte nie vergessen, dass drei Finger seiner Hand auf ihn selbst zeigen.“ Oder sind wir etwa mittlerweile so weit, dass Menschenleben weniger Zählen, als die Pünktlichkeit irgendwelcher Güter, bzw. das Recht des Stärkeren?
Nebenbei bemerkt: Ich selbst bin weder passionierter Rennradfahrer noch “erklärter Auto-Freund”.

Geschrieben von
Thomas Castellani/Rainer Münster
am 28.08.2008
um 16:24 Uhr

(Thomas Castellani ist Vorsitzender des RSV Mönchweiler, Rainer Münster der Fachwart Recht und Versicherung)

Als begeisterte Radfahrer hat es uns schon immer interessiert, was das für Menschen sind, die schwere Verletzungen bis hin zum Tode eines schwächeren Verkehrsteilnehmers billigend in Kauf nehmen.

Die Erklärung für eine Vielzahl solcher schlimmen Ereignisse auf den Strassen im Schwarzwald-Baar-Keis, aber auch bundesweit, hat uns nun der gestresste Außendienstler Manfred Bockisch gegeben.

Er bekundet öffentlich sein Verständnis, trotz Gegenverkehr auf engen Landesstraßen Radfahrer zu überholen, um den engen Zeitplan einzuhalten. Dass dadurch im vorliegenden Fall ein Vereinsmitglied des RSV 03 Mönchweiler nur durch ein Wunder überlebte, obwohl sich dieser vorschriftsmäßig –nachweislich nicht nebeneinandergefahren- verhielt, scheint nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Die Rechtslage ist für Herrn Bockisch eindeutig: Einhaltung des Terminplanes und wirtschaftlicher bzw. beruflicher Erfolg gegen ein Menschenleben, falls doch einmal Gegenverkehr kommen sollte. Man muss seine „Chance“ als motorisierter Verkehrsteilnehmer ja schließlich nutzen. Abbremsen, was beispielsweise bei einem vorausfahrenden landwirtschaftlichen Fahrzeug zwangsläufig erforderlich und auch grundsätzlich vorgeschrieben ist, kommt überhaupt nicht in Betracht.

Danke Herr Bockisch, Sie haben uns nun die ehrliche Erklärung für die Ursachen dieser schrecklichen Unfälle gegeben. Wahrscheinlich wären die beiden Frauen, welche im Jahr 2006 beim Hirzwald ebenfalls bei einem Überholvorgang eines Autofahrers unverschuldet zu Tode kamen noch am Leben, wenn Sie Ihrem Rat gefolgt hätten und nicht Erlaubterweise auf der Straße mit dem Rennrad gefahren wären.

Abschließend bleibt eigentlich nur der Hinweis an Sie, dass es nicht gerade von einem gesunden Rechtsverständnis zeugt, aufgrund eines gehabten negativen Vorfalls eine ganze Gruppe Verkehrsteilnehmer, welche sich zudem als einzige ökologisch fahrend fortbewegt, zu degradieren.

Unter diesem Aspekt wäre es dringend geboten, Ihre Fahrtauglichkeit von einer geeigneten Stelle diesbezüglich überprüfen zu lassen und keine Diskussion darüber zu entfachen was für „Sportgeräte“ auf Strassen fahren dürfen oder nicht. Wie bereits Herr Seifritz richtig feststellt hat die Problematik nichts mit der technischen Ausstattung zu tun, sondern mit gegenseitigem Respekt.

Geschrieben von
Jetzt mal langsam
am 28.08.2008
um 18:48 Uhr

Lieber Herr Thomas Castellani, Herrn Bockisch die Schuld an Unfällen in die Schuhe zu schieben, nur weil ein paar Radfahrer auf die Vernunft und den Verkehr pfeifen, ist ein starkes Stück. Es zeugt von nicht zu überbietender Arroganz, mit der sich manche Radler durch den Straßenverkehr schlängeln. Wer Sport machen will, kann das tun, aber ohne andere zu belästigen oder zu gefährden.

Geschrieben von
Thomas Hettich
am 28.08.2008
um 22:30 Uhr

Der Stellungnahme von Herrn Castellani und Herr Münster pflichte ich voll bei. Natürlich gibt es sicherlich hie und da ein Fehlverhalten eines Radfahrers, genauso wie bei allen anderen Verkehrsteilnehmern, egal ob Fußgänger, Auto- oder Motorradfahrer. Aber aufgrund von solchen Fällen alle Radfahrer zu verurteilen ist schon ein starkes Stück. Besonders schlimm ist es, aus einem Vorfall, an dem nachweislich die Gefährdung vom LKW-Fahrer ausging, ein Story zu generieren, die die betroffenen beiden Radfahrer im einzelnen und alle Radfahrer im allgemeinen an den Pranger stellt. Meiner Meinung nach ist es schon ein starkes Stück einer Person, wie Herrn Bockisch, ein solch breites Forum zu bieten. Die Aussagen der Polizisten zeigen deutlich die tatsächliche Situation auf, die längst nicht so schlimm ist, wie sie Herr Bockisch zusammen mit dem Südkurier-Redakteur konstruieren will. Der Südkurier täte gut daran die Diskussion, die er unnötigerweise vom Zaun gebrochen hat zu beenden. Man kann sich leicht vorstellen was die Angehörigen der beiden Radfahrerinnen, die vor 2 1/2 Jahren nicht weit von dieser Stelle unverschuldet ums Leben gekommen sind, von dieser Diskussion halten. Wo kämen wir denn dahin, wenn jede Verkehrsübertretung mit Zeitdruck gerechtfertigt werden könnte. Dann könnte man ja auch gleich mit 50 durch eine 30er-Zone oder durch einen verkehrsberuhigten Bereich fahren.

Geschrieben von
Lara Strasser
am 28.08.2008
um 22:31 Uhr

Lieber Herr Bockisch,

Als ich von dem Unfall erfuhr war ich mehr als erschrocken. Ich selbst als Rennradfahrerin bin diese Strecke schon des öfteren gefahren.

Das Argument, dass die Mountainbiker auch nicht auf der Straße trainieren, kann ich nicht gelten lassen. Schließlich sind diese Räder auch nicht für die Straße gedacht, im Gegensatz zu Rennrädern, die nun einmal auf die Straße gehören. Radwege lassen sich, wenn sie überhaupt für Rennräder befahrbar sind, nur bedingt nutzen. Ich glaube auch nicht , dass es sie erfreuen würde, wenn sie beim Sonntagnachmittagsspaziergang eine Trainingsgruppe mit hohem Tempo überholt. (Vorrausgesetzt sie trauen sich soviel Sportlichkeit und Natur zu, und fahren nicht mit dem Auto.)

Ich kann verstehen, dass sich nicht jeder für diesen Sport begeistern kann, doch ich finde, dass jeder den anderen Verkehrteilnehmern den nötigen Respekt entgegen bringen sollte. Die Radfahrer den Autos, sowie andersherum. Aus Zeit- oder Termindruck zu überholen, und damit ein Menschenleben in Gefahr zu bringen, finde ich daher nicht gerechtfertigt und habe auch, im Gegensatz zu ihnen, keinerlei Verständnis dafür. Ich hoffe es gibt nicht so viele, die wie sie denken, da ich wohl sonst bald im Straßengraben liegen werde.

Natürlich gibt es immer wieder Rennradfahrer die sich nicht korrekt verhalten, aber sie sollten selber wissen, dass es da auch genügen Autofahrer gibt, die das nicht immer tun.
Die Straße ist nun mal unsere einzige Möglichkeit zu trainieren, und ich denke mit ein wenig Rücksicht aufeinander funktioniert das auch.

Geschrieben von
Neumann Lothar
am 29.08.2008
um 9:18 Uhr

Lieber Herr Bockisch,
wer ist denn für die tötlichen Unfällen, verursacht durch Überheblichkeit, unangepasster Geschwindigkiet, Okohol usw. verantwortlich - die Radler ?
Wer beschäftigt in Flensburg eine große Bundesbehörde - die Radler ?
Wir sitzt in den “Idiotentests” - die Radler.
Wir müllt unsere Waldparklätze zu - die Radler ?
Und wer wirft die Pizzaverpackungen, Getränkedosen an den Straßenrand -
die Radler ?
Es geht halt nichts über “freie Fahrt für freie Menschen” dann aber für alle.

Geschrieben von
Radlerhose
am 29.08.2008
um 10:01 Uhr

Wenn Männer sich in tuntenbunte Klamotten zwängen, sich Strumpfhosen anziehen, eine dämliche Sonnenbrille aufsetzen und heldenhaft behelmt sich auf ein Rad setzen und so tun, als seien sie Spitzensportler, kann ich nur lachen.

Wo gibt’s denn sowas: Die Radfahrer benehmen sich wie Sau im Straßenverkehr, legen sich mit deutlich überlegenen PKW und LKW an und wundern sich, wenn was passiert. Das gilt für den rechthaberischen Fahrradadnazi im Stadtverkehr ebenso, wie für die Rennradkolonnen auf Bundes- und Landstraßen. Das nächste mal mache ich beim Überholen meine rechte Türe auf.

Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, verhalte ich mich entsprechend. Bevor ich auf mein Recht poche oder gar Autofahrer erziehe, verzichte ich auf meine Vorfahrt. Meine Unversehrtheit ist mir wichtiger. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, daß ich ständig von Autos drangsaliert, bedroht oder geschnitten werde. Vielleicht hat das damit zu tun, daß ich mich selber an die Regeln halte, so daß ich für die Autofahrer berechenbar bin und nicht als Verkehrshindernis unterwegs bin.

Geschrieben von
Autofahrer
am 29.08.2008
um 10:30 Uhr

@Radlerhose. Ich sage nur ein Wort: FAHRRADFASCHISTEN !

Geschrieben von
Roettger Manfred
am 29.08.2008
um 12:40 Uhr

Lieber Herr Bockisch,
ich kann mir Ihre Person richtig vorstellen: Mercedesfahrer mit Hut und auf der Ablage eine Toilettenpapierrole.
Auch ich ärgere mich als Autofahrer über die Radfahrer, und als Radfahrer über die Autofahrer.
Es gibt überall schwarze Schafe.
Aber das “Problem” ist doch ganz einfach zu lösen!
Wenn jeder seinen Egoismus in Toleranz umwandeln würde, gäbe es soche dummen Anschuldigungen nicht mehr.
Als begeisterter Mountainbikefahrer nehme ich Rücksicht auf Fussgänger.
Die Fussgänger danken es mir mit der gleichen Rücksichtmaßnahme.
Also beginnen Sie noch heute mit ein wenig Toleranz und Sie werden merken, Sie und Ihre “Gegner” werden friedlich miteinander leben können.

Geschrieben von
Jürgen Hermanutz
am 29.08.2008
um 20:52 Uhr

Das Sportgerät wie Herr Bockisch meint das hätte nichts verloren auf
der Straße ist wohl verpönt. Wenn ein langsameres Fahrzeug wie ein
Fahrrad, sprich Mofa, Traktor oder dergleichen unterwegs sind, regt sich keiner auf weil das ja normal ist oder im Fall vom Traktor auch vier Räder hat. Wie viele sind schon zu Tode gekommen weil ein Hirnschiesser von Auto oder Brummifahrer an unübersichtlichen stellen Ihre Stärke beweisen wollen und einfach übholen.
Das kann einfach nicht angehen.
Ich weiß ja nicht ob Sie überhaupt wissen wie ein Heimtrainer aussieht geschweige, das Sie jemals darauf saßen. Die beiden Radfahrer sind Freunde von mir, wobei der Verunglückte mehr Verstand als alles andere hatte das er nicht noch unter die Hinterreifen gekommen ist und Tod wäre. Wäre das Ihnen lieber gewesen. Man sollte Sie und die Radlerhose (nicht mal im Stande seinen Namen zu nennen) mal auf ein Fahrrad (wenn Sie überhaupt fahren können ) in eine solche Situation bringen und dann mal sehen wie Ihnen der Arsch auf Grundeis geht, wie es dem Mitfahrer ging , der alles mit Ansehen musste. Zeitdruck ist nur eine faule Ausrede und nicht mehr. An der nächsten Ampel können Sie auch nicht bei rot weiterfahren, sondern müssen warten. Solche Fahrer gehören vier Wochen hinter Gitter gesetzt um dann die Zeit zuhaben, zum nachdenken was da eigentlich passiert ist. Wie viele male mussten Radfahrer wegen idiotischen Autofahrern in die Bremsen steigen, weil sie einfach meinten: Weg hier jetzt komm ich und mir gehört die Strasse ganz allein. Zu denen gehören Sie und die Radlerhose bestimmt auch. Die Idee mit der Fahrererlaubnis zu überprüfen muss ich Herrn
Castelanie voll zustimmen.

Geschrieben von
Kaese
am 30.08.2008
um 10:15 Uhr

Herr Bockisch, es scheint mir dass Sie noch nie etwas mit Sport zu tun gehabt haben.
Meiner Meinung nach sind Sie arrogant, eingebildet und unsportlich sowieso. Mehr braucht man zu Ihrem Bericht nicht zu sagen.

Geschrieben von
Uiuiuiuiui ...
am 30.08.2008
um 10:31 Uhr

An alle Wichtigtuer: Tut nicht so, als sei Radsport ein Sport und tut nicht so als wäret Ihr Helden, die die ganze Nation zu unterstützen hat. Mittlerweile hat sich sogar Gerolsteiner aus der Szene zurückgezogen. Wer Sport treibt, soll es tun, aber er soll nicht erwarten, daß der Rest der Menschheit jubelnd aufspringt. Also: Weg vor der Straße. Egal, ob sich Autofahrer daneben benehmen, Ihr seid die Schwächeren, Ihr seid ein Verkehrshindernis, Ihr nervt.

Geschrieben von
schlenker Gerd
am 30.08.2008
um 18:12 Uhr

Lange habe ich mir überlegt , ob ich auf diesen Hirnrissigen Kommetar des Herrn Bokisch mir gedanken machen soll. Wenn er das Timmelsjoch so langsam runter fährt, dass in Radfahrer überholen dann ist das seine Sache, wenn er aber den Lkw Fahrer in Schutz nimmt und einen fast Unfall prodziert hat dann ist diese Denkenweise unverzeilich. Ich fahre seit 30 Jahren Rennrad und Mountenbike und auch ich missbillige es , wenn meine Sportkollegen sich auf der Straße nicht so verhalten wie man es tun soll.
Aber auch dort ist wie im ganzen Leben ob Freizeitsport oder andere Aktivitäten es ist eine Sache der guten Kinderstube wie man sich im Leben benimmt. Aber die Hemschwelle in Deutschland ist sehr nah zwischen Stinkefinger und Messerstecherei, da ist die Allgemeinheit gefragt und der Gesetzgeber insbesonders. Ich bin auch mit dem PKw täglich im Außendienst und was da auf der Straße abgeht ist Harakirie , da fahren viele Aotofahrer mit Ihren eigens für Sie gemachten Verkehrsregeln rum die sollte man mal von der Straße entfernen. Radsport ist Volkssport und soll ja sogar gesund sein , vieleicht sollte der Auto-Lobbyist sein Hinterteil auch mal auf den Sattel schwingen und nach einem gestressten Tag sich an frischer Luft erholen und sich den Kopf frei fahren. Leben und leben lassen es gibt genug Leute die mit erhobenen Zeigefinger rum laufen, aber nur dort wo man Sie nicht brauchen kann.

Geschrieben von
W. Löffler
am 06.09.2008
um 10:41 Uhr

Als Bewohner der Ortsteiles St. Märgen-Glashütte, stellen sich uns oft die Haare zu Berge, wenn man zusehen muss, wie Rennradler die Straße runterrasen, in dem Glauben, sie wären alleine unterwegs und es käme kein Gegenverkehr. Also fährt man zu zweit oder zu dritt nebeneinander und nutzt die Straßenbreite aus. Unsere Straße ist relativ schmal, kurvig und von Touristen-(Bussen) stark frequentiert. Da diese die Strecke nicht kennen, fahren sie oftmals auch mittig. Mir graust es vor dem Tag, wenn ich mal einen von der Straße kratzen muss. Auch muss man sich von den Radlern zusammensch… lassen, wenn man es wagt und zu Fuß an der Straße entlangläuft.

Geschrieben von
barny
am 06.09.2008
um 11:19 Uhr

Erst gestern passiert.

Ein Radfahrer stadtauswärts, ungefähr 20 Meter vor der Abzweigung Kussenhof und ich will mit dem Auto rechts abbiegen. Fahre natürlich langsam um dem vermeintlich geradeaus fahrenden Radler nicht die Vorfahrt zu nehmen. Aber siehe da, er radelt doch rechts ab. Da mir das schon sehr oft passiert ist, mach ich die Scheibe runter und weise ihn darauf hin, dass er sich doch auch an die Straßenverkehrsordnung halten solle und in dem Fall den rechten Arm heraushalten müsse. Sein Kommentar: Reg dich ab, ist was passiert?

Na aber hallo. Wie es aussieht, sollen halt immer die Autofahrer Rücksicht nehmen, die Radler dürfen tun was sie wollen. Den Eindruck gewinn ich leider tagtäglich auf der Straße.

Klar auch nicht jeder Autofahrer blinkt, was mich übrigens genau so nervt, aber in der Regel gefährdet er dadurch zumindest nicht die „Baiker“ ;-)

ps. Übrigens, ich fahre auch öfters mit dem Rad, aber wenn ich das sportlich betreibe (oder betreiben will), dann weiche ich auf Nebenstraßen oder Waldwege aus.

Geschrieben von
Hello
am 22.09.2008
um 11:12 Uhr

Ich finde es gut, dass soviele hier die Räder von der Strasse verbannen wollen. Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen.

Deweiteren gibt es sehr viele Meinungen von Fußgängern, das Räder auf einem kombinierten Rad und Fussweg einfach zu gefährlich sind, da die Differenzgeschwindigkeit einfach zu hoch ist und die Rennradfahrer sowieso alles Rüpel sind.

Auch dem stimme ich uneingeschränkt zu.

Fazit, da es für die Autofahrer zu gefährlich ist auf Radfahrer zu achten und es auch den Fussgängern nicht zugemutet werden kann das diese sich den Verkehrsraum teilen, sollten die Rennradfahrer eine eigene Straße neben den anderen erhalten.

Die Finanzierung ist bestimmt auch locker möglich, da jeder ungedulige Autofahrer oder genervte Fussgänger dafür bestimmt Geld spenden würde.

Allen ist dadurch geholfen und das ist doch das wichtigste.

Geschrieben von
Hobby-Ulle
am 22.09.2008
um 11:48 Uhr

@Radlerhose: Jetzt ist mir einiges klar. Wenn nur
50% der Autofahrer Ihr Gedankengut teilt, dann
habe ich nicht nur Angst auf der Strasse (auch als
Autofahrer) sondern auch im öffentlichen Leben: Vor
der Ver-Dämmlichung der Gesellschaft !
Wenn jeder mal in sich geht und ein weniger rechthaberisch
und egoistisch auftritt, dann kalppt das auch mit dem stress-
freien Zusammenleben besser.
Also, mal drüber nachdenken.

Geschrieben von
Nähmaschine
am 22.09.2008
um 12:16 Uhr

Freier Bürger = freie Wahl mit meinem Rennrad da lang zu fahren wo ich es will und wo es erlaubt ist.

Geschrieben von
Vector
am 22.09.2008
um 12:19 Uhr

Warum fahren Rennradfahrer nicht auf dem Radweg?
Gegenfrage an die Autofahrer:
Würdet ihr auf Bundesstraßen fahren, die aus Schlaglöchern und aufgerissenem Asphalt bestehen, wenn ihr eine Alternative hättet?
Von der Gefahr, an jeder Einmündung überrollt zu werden, da kaum ein Autofahrer sich darum schert, ob jemand auf dem Radweg fährt, mal ganz anzusehen.

Geschrieben von
Jokurt
am 22.09.2008
um 12:32 Uhr

Wenn ich hier lese “Radfahrer gefährden die Autofahrer” muss ich lachen,
Wieviel Autofahren sind schon verletzt oder getötet worden bei einem Unfall mit einen Radfahrer?

Für manche Autofahrer ist ein Kratzer oder eine Beule in ihrem Auto wichtiger als die Gesundheit von schwächeren Verkehrsteilnehmern.

Wenn sich ein Radfahrer im Straßenverkehr falsch verhält, gefährdet er seine Gesundheit, der Autofahrer aber die Gesundheit des anderen.

Geschrieben von
Piet
am 22.09.2008
um 14:08 Uhr

Die Antwort gibt die STVO:
Fahrräder sind Fahrzeuge:
§ 2 Straßenbenutzung durch Fahrzeuge
(1) 1Fahrzeuge müssen die Fahrbahn benutzen, von zwei Fahrbahnen die rechte. 2Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn.

Für *alle* Teilnehmer gelten die Grundregeln aus §1
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Geschrieben von
Tusor
am 22.09.2008
um 14:10 Uhr

Unglaubliche Entgleisungen Einzelner hier !

Da droht doch tatsächlich einer mit vorsätzlicher Körperverletzung und gefährlichem Eingriff in den Strassenverkehr. Offensichtlich ist so jemand nicht geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen.

Strassen sind nicht nur für Autos da!

Geschrieben von
Heizer
am 22.09.2008
um 15:03 Uhr

Liebe „Pseudo-Henker“…ihr seid doch alle „arme Würstchen“

…glaubt mit euren fetten Karren den Schwarzwald unsicher zu machen. Habt das Vorrecht auf Annerkennung durch andere Verkehrsteilnehmer. Würde es keine Radfahrer auf den Strassen mehr geben, würde sich ein anderes Opfer finden (Kleinwagenfahrer, Roller), hauptsache mal richtig den dicken Macker markieren.

Klappt’s nicht mit der Potenz, klappt’s vielleicht mit dem Gaspedal. Im Endeffekt seid ihr alle nur neidisch weil ihr fett und unbeweglich seid. Weil eure Frau es gerade mit dem sportlichen Rennradfahrer treibt der euer Nachbar ist. Ihr macht Überstunden im Büro bis abends und meint es komme später auf der Heimfahrt auf 3-5 min an. Eine Rotampel zuviel und euer Zeitvorteil ist Pfuschttt. Ich finde euch einfach nur lächerlich. Ihr Versager. Genau wie die vielen Rentner die ihren dicken Daimler den sie sich in 20 Jahren mühsam erspart haben, Jungs was los ? Muss man unbedingt von Stuttgart aus in Schwarzwald zum Kuchen essen fahren ?? Ist doch nicht nötig so was.

Nee kleine Geschichte: Eine Radausfahrt am Freitagabend. Die Nerven liegen nach dem Job oft blank. Da will man als Radfahrer zügig fahren um den Schwung zu behalten. Eine kurze Abfahrt von 2km mit gut 70km/h auf dem Tacho. Ich im Unterlenker und rollen lassen. Was drückt sich da auch so ein Assi mit seiner dicken Karre in der Kurve an mit vorbei und spritzt mich mit seinen Waschdüsen an. Alc im Gesicht kleben ist nicht das leckerste. Ich nahm meine Trinkflasche und schleuderte sie auf sein Wagen. Er meinte voll in die Bremsen steigen zu müssen und eine Totalsperrung der Straße zu arrangieren. Ein echtes Sicherheitsrisiko für den folgenden Verkehr. Der nette Goldkettchenträger mit 80er-Jahre Brille stieg aus und wollte mir eine schmieren. Jedoch hat mein Kumpel im direkt nach dem Ausholen eine geschmiert und da lag er ! Auf der Straße mit blutender Nase. Da hat er es, sein verkümmertes Ego.

Jungs merkt euch, in meinem Revier kennt man sich. Als Radfahrer kennt man die Kennzeichen und man redet im Verein darüber auf Wen man zu achten hat. Manche Autos kassieren halt ab und mal beim Parken ein Tritt mit dem Klickpedal oder einen Kratzer. Die wissen dann auch warum und es ist vorbei mit der Raserei.

Also liebe „Pseudos“, mal tief Luft holen.

Geschrieben von
Lolo
am 22.09.2008
um 15:36 Uhr

Die Benutzung der Straßen steht jedem frei und niemand muss sich erklären, weshalb er dort herumfährt. Ob ich nun aus Spaß an der Freude oder zum Brötchenholen oder zur Arbeit dort herumfahre ist meine Sache, das geht niemanden etwas an. Es hat auch niemanden zu scheren, welches (zugelassene) Fahrzeug ich benutze.

Es gibt sicherlich auch unter Radfahrern ein paar Spinner, die im Dunkeln ohne Licht fahren, rote Ampeln missachten usw. Das ist aber in keinster Weise ein Argument, dass Radfaher nicht auf die Straße gehören.

Auch als Radfahrer fahre ich manchmal Auto. Was mich am meisten am vorwärtskommen hindert, sind viele andere Autos, nicht ein paar Rennradfahrer.

Das Wort Radweg ist aus den Wörtern Rad und weg zusammengesetzt. Die meisten dieser Wege dienen nur dazu das Rad weg zu bekommen. Die meisten dieser Wege sind zu gefährlich um sie zu benutzen (Einfahrten, parkende Autos, enden im Nirvana, schlechter Belag, sind auf Fußwegen, entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderungen). Da ich als ortsunkundiger nicht weiß, wie der weitere Verlauf des Weges ist, fahre ich erst mal auf der Straße, das ist sicherer.

Geschrieben von
Andreas
am 22.09.2008
um 19:05 Uhr

In manchen Erdteilen sterben Menschen wie die Fliegen, weil sich nichts zu essen haben. Hier in Deutschland wo es mit der Armut und dem Hunger am schlimmsten ist, kommt auch noch dieser schreckliche Verkehrskrieg dazu.

Was soll man dazu sagen? Da ist es vlt besser zu hungern und gar nichts zu haben ausser das “Mitelend” seiner Nachbarn, die man respektiert und auch von ihnen respektiert wird, als sich um Rechte im Strassenverkehr zu sorgen.

Wenn jeder die Gesetze befolgen würde würde es im Idealfall nicht zu Konflikten kommen. Jedoch sind die Gesetze auch nicht immer von Allwissenden Menschen geschrieben worden. Also kommt es doch wieder zu Konflikten, weil ein als benutzungspflichtig ausgeschilderter Radweg iegentlich Illegal als solcher beschildert ist. (man braucht sich nur mal im Wiki den Artikel durchzulesen).

Selbst wenn alles im Leben bis ins kleinste geregelt zu sein scheint, kann man doch trotzdem anderen ein wenig toleranz und Respekt entgegenbringen.

Und jetzt überlegt euch ncoh mal ob solche Kleinigkeiten es wirklich Wert sind, solch einen Aufstand zu machen? Schaut mal über den Tellerrand hinaus, es gibt Menschen denen es WIRKLICH schlecht geht.
Wenn man das Geld oder noch besser, die Zeit die für - in meinen Augen - unnötige (Verkehrs)rechts-streiterreien, verschendet wird investieren würde um wirklich etwas sinnvolles zu tun.

Geschrieben von
Mickell
am 22.09.2008
um 19:29 Uhr

Euch Autofahrer brauchen eure Frauen fürs Portemonai.
Uns Rennradfahrer fürs Bett, dass wissen einige deshalb der Hass!
Für alle die es nicht wahrhaben wollen, beobachten mal an Ampeln/Kreuzungen/Einfahrten wohin die Blicke eurer Beifahrerin wandern.
Könntet ihr noch ihre gierigen Augen sehen, ihr würdet eure Frauen ganz neu Einschätzen oder Verlassen. Besser selber Rennradfahren ihr Weicheier…

Geschrieben von
böse radler
am 22.09.2008
um 22:37 Uhr

Schaut man sich die Radwege in diesem Land mal genauer an (also von der Innenseite der Windschutzscheibe) wird man schnell wissen, warum Rennradfahrer nicht mit (wenn auch nur zwischenzeitlich) 40 km/h oder mehr auf einem solchen “Weg” fahren. Rennradfahrer gehören auf die Straße! Wie anstrengend ist es für Autofahrer zu bremsen und anschließend wieder zu beschleunigen? Böse Radfahrer… Wie anstrengend ist es nun für den Rennradfahrer zu bremsen (nicht ganz so die Aufgabe) um anschließend wieder zu beschleunigen, nur weil ein anderer Radfahrer mit ca. 15km/h den Radweg “blockiert”, auf welchem man mit Geschwindigkeiten zwischen 30 und 80km/h bewegt?
Weiteres Beispiel: Der Radfahrer nimmt, mitsamt Sicherheitsabstand, maximal 2 Meter ein. Ein Traktor nimmt gerne auch mal 3m ein, fährt aber maximal genauso schnell wie ein Radler. Hinzu kommen noch weitere Verkehrsteilnehmer wie Mofafahrer, Rollerfahrer oder sogar Reiter, die auch auf die Straße gehören. Der Radweg bei mir im Wald ist voll von deren Hinterlassenschaften. Da würde ich selbst mit meinem Auto nicht durchfahren wollen. Schön, wenn der Kot der Pferde so schön an den Körper spritzt.
Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille.
Es verhalten sich weder Radfahrer noch Autofahrer (immer) richtig. Ist es denn wirklich so schwer und dramatisch, einmal vom Gas zu gehen um nach max. 30sek. mit ca. 25 - 40km/h zum überholen anzusetzen? Antwort: Definitiv NEIN.

Ich bin aktiver Hobbyradsportler mit einer Kilometerleistung von über 10.000km pro Jahr. Trotzdem sitze ich ähnliche Jahresentfernungen im Auto oder auf dem Motorrad. Ich kenne also beide Sichtweisen! Das ist keine Frage der Verkehrsmittel oder Streckennutzung, sondern eine Einstellungsfrage unserer (häufig viel zu agressiven, schnellen und rücksichtslosen) Kraftfahrzeugführer.

Auf eine friedliche Zukunft oder zumindest einer möglichen Koexistenz…

Geschrieben von
Pepe
am 22.09.2008
um 23:04 Uhr

Einfach mal alle an die StVo halten und die Schnauze ebenso.
Da hat der Gesetzgeber alles geregelt und ihr (Autofahrere und Bildzeitungleser) könnt mal einen Gang runterschalten.

Mal googeln zur Radwegebenutzungspflicht usw. einfach mal schlau machen wenn auch wenns schwer fällt bei einem IQ kaum über Raumtemperatur.

@Radlerhose…klar wenn man mit einenm 10er Schnitt umherdöselt…

Geschrieben von
Mike B.
am 22.09.2008
um 23:19 Uhr

Oh ja, da kann ich `nen Lied von singen!

Gerade auf den Strecken, auf denen etwas weniger Verkehr herrscht, trifft man die Freizeit-Ulrichs oft an.
Bei schönen Wetter, am Wochenende, in “Scharen”, gerne zu zweit nebeneinander!
Man möchte selber gerne etwas zügiger fahren (nach einer Woche im Berufsverkehr) und dann wählen diese “Heinis” Straßen aus, wo “freies fahren” möglich wäre und blockieren diese, anstatt dort zu strampeln, wo eh “langsamer Verkehr” (aufgrund der Autodichte) ist!

Manchmal glaube ich, diese Typen (zumindest manche) machen sich einen Spaß draus, den Autofahrer zu schikanieren!
Das denen das nicht peinlich ist, sich mit diesen “Homoklamotten” in der Öffentlichkeit zu zeigen!

Ich (und viele meiner Kumpels) lassen bei Begegnungen mit “diesen rollenden Schikanen” die Hand extra lange auf der Hupe!
Gab doch mal von “Bild” diesen Slogan, ich hup euch was.
denke, wenn mehr Autofahrer diese Art Radfahrer konsequenter aushupen würde, wäre diesen “Heinis” der Spaß am schikanieren schnell vergangen!
Vielleicht würden sie dann dorthin gehen, wo Radwege sind.
Oder besser die eigens organisierten Veranstaltungen für Rennräder besuchen (Tour de France u.Ä.), dort werden die Straßen gesperrt und dafür gibt es solche Veranstaltungen.

Was haben ein Kondom und ein Rennradfahrer gemeinsam?
Beides behindert den Verkehr!

Fazit: Durch konsequentes aufzeigen des Fehlverhaltens (Hupen!) vielleicht einige von diesen Typen auf dafür vorgesehene Strecken (Radwege, Rennradveranstaltungen) bringen und so Unfälle vermeiden!

Viele Grüße,
Mike B.

Geschrieben von
Adre Nalin
am 23.09.2008
um 7:38 Uhr

Also Mike B.,

da haben Sie ja einiges von sichpreisgegeben:
- zügiger fahren am Wochenende -> der Umwelt ist es ja egal und Du scheinst bei den Spritpreisen einen prall gefüllten Geldbeutel zu haben.
- Hupen ist im Strassenverkehr nur bei Gefahr erlaubt.

Nein, mal im Ernst: Ich bin in der Woche auch sehr viel mit dem Auto beruflich unterwegs. Da freue ich mich, wenn ich es am Wochenende stehen lassen kann und was für meine Gesundheit tun kann.
Und wenn man trotzdem mit dem Auto unterwegs ist, sollte man doch seine Freizeit nicht mit Aufregen über langsame Verkehrsteilnehmer verbringen. Regen Sie sich auch über Traktoren, LKWs, Kinden, Passanten auf ?
Wenn ich in der Woche mit Freunden Rad fahre, achte ich sehr darauf, den Verkehr nicht zu behindern, denn ich weiß, man möchte schnell in den Feierabend. Da verhalte ich mich auch gerne passiv.
Aber am Wochenende, gerade in der großen Gruppe (ab einer bestimmten Anzahl darf man nämlich auch vom Gesetz her in Zweierreihe fahren) fährt man oft nebeneinander. In der Regel ist ein Traktor breiter …

Was haben Sie eigentlich während der Fussball-WM/EM gemacht ? - Die
enorme Behinderung durch die Autokorsi ist sicherlich geduldet gewesen, oder ?

Wir Radler haben übrigens keinen Spass am Schikanieren, ganz im Gegenteil. Sicher gibt es auch dort Unterschiede, wie bei Euch Autofahrern. Ich habe übrigens bemerkt, dass die Huperei regional ganz unterschiedlich ausfällt.

Also nochmal: Bitte mal ruhig bleiben und die Nerven schonen. Wenn es Radler
gibt, die sich falsch verhalten, kann ein netter Hinweis doch mehr bewirken als das blöde Hupen (z.B. der Hinweis an der nächsten Ampel “Seid doch bitte ein wenig rücksichtsvoller, das Nebeneinanderfahren hier ist ja auch für Euch gefährlich …). Über so was denkt man in der Regel auch inniger nach und vielleicht wirkt das ja.

Also allen gute Fahrt !

Geschrieben von
Hello
am 23.09.2008
um 7:42 Uhr

Klasse Idee Mike B., beantrage hiermit eine permanente Rennstrecke für Rennradfahrer von morgens 06.00 Uhr bis 08.00 Uhr.

Als Strecke wäre die Autobahn A 57 zwischen Krefeld und Düsseldorf mir sehr angenehm, gegen 16.00 Uhr bitte wieder in Gegenrichtung.

Bei Regen kann meine Rennstrecke auch von Autos genutzt werden, bin ja nicht so.

Geschrieben von
Georg
am 23.09.2008
um 13:19 Uhr

Als Radfahrer hab ich mich immer wieder gefragt, was eigentlich in den Köpfen der Leute vorgeht, wenn sie wieder einmal, durch superdichtes Überholen, am besten mit Hupen, fast einen schweren Unfall verursachen, vorgeht.

Manche der Kommentare hier lassen einen Einblick zu, aber nachvollziehen kann ich es immer noch nicht. Kapieren die denn nicht, daß sie damit ofmals nur noch - sprichwörtlich! - Millimeter vom Totschlag weg sind? Nein, das wäre im Ernstfall keine fahrlässige Tötung, denn die ‘billigende Inkaufnahme’ ist die erste Stufe des Vorsatzes.

Mal ganz abgesehen von den möglichen strafrechtlichen Konsequenzen, möchten die wirklich mit dem Gedanken leben müssen, wegen einer Nichtigkeit einen Menschen getötet zu haben, oder, noch schlimmer, in den Rollstuhl befördert zu haben?

Es ist doch völlig egal, ob der Radfahrer auf der Strasse fahren darf, oder nicht. In keinem Falle kann damit auch nur ansatzweise ein Verhalten begründet werden, was dermassen gefährlich ist. Wer solches Verhalten billigt, ja sogar fordert, wer (im Vorraus!) verkündet, sich genau so verhalten zu wollen, der ist definitiv nicht dafür geeignet, am Strassenverkehr teilzunehmen. Nicht mal mit einem Fahrrad.

Es soll übrigens Leute geben, die -moderner Digitaltechnik sei Dank- mit einer Videokamera am Helm oder Lenker fahren. Das wäre mal eine technische Ausstattung, die gesetzlich vorgeschrieben werden sollte - dann würden sicher weit weniger Radfahrer von Autofahrern getötet als bisher.

Geschrieben von
andreas
am 23.09.2008
um 14:01 Uhr

ich finde es lustig, dass es im großen und ganzen genau 2 fraktionen gibt:

die autofahrer, die wohl noch nie auf einem fahrrad saßen, oder vlt am sonntag mal mit der frau einen kilometer in die nächste ortschaft, um dort eine wirtschaft aufzusuchen.

und dann wären da noch die radfahrer, von denen wohl so gut wie alle auch autofahrer sind und deshalb verständnis für beide seiten zeigen und sich mit dem jewils benutzten gefährt auch so verhalten.

somit kann man die ganze diskussion sowieso kicken. denn eine diskussion kann nur stattfinden wenn man beide seiten kennt und sachlich bleibt.

Geschrieben von
Mickell
am 23.09.2008
um 17:16 Uhr

hallo,
kann mir vielleicht einer der Kommentatoren hier einmal mitteilen.
was man als Demokrat hier in dieser Gesellschaft noch machen soll,
um nicht den Rest seines Lebens von der “Politischen-Elite” -gleich welcher
Partei- BELOGEN und BETROGEN zu werden?

Geschrieben von
Ich
am 24.09.2008
um 7:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Frings,

ich hatte den Zeitungsartikel damals gelesen, und konnte mir gut vorstellen, was für ein Horror Szenario das für den Radfahrer gewesen sein muß. Glücklicherweise ist nicht mehr passiert. Wer allerdings hier schon behauptet, der LKW Fahrer sei absichtlich weitergefahren, der sollte sich einmal ins Innere eines LKW begeben und schaun, was er seiner Ansicht nach dort noch bemerken würdem bei solch einem Kräftevergleich. Bei der Sache nicht vergessen : Gegen LKW’s gewettert ist gleich einmal. Aber die Güter, die LKW’s tagtäglich an ihren Bestimmungsort bringen, die nimmt auch jeder gerne, und will dafür alternativ natürlich nicht ein paar Kilometer weiter zum nächsten Güterbahnhof fahren, denn man ist ja bequem.
Nun aber zurück zu Ihrem “Leserbrief”. Sie, der Sie so großen Wert auf die Einhaltung der Verkehrsregeln legen (wohl aber offenbar nur durch die “anderen Verkehrsteilnehmer”, nicht aber durch die Fahrradfahrer), Sie verlieren dabei erstaunlicherweise kein Sterbenswörtchen über teilweise extreme Gefahrensituationen, die tagtäglich auf deutschen Straßen von den - von Ihnen fast heilig gesprochenen - Fahrradfahrern ausgehen. Wie oft erleben wir es denn beispielsweise, daß Fahrradfahrer in Zweier- oder gar Dreiergruppen als rollendes Hindernis NEBENEINANDRR, anstatt hintereinander unterwegs sind ? Für Sie, als “Rechts-Fachmann” sollte doch bekannt sein, daß dies die StVO klar verbietet. Kolonnenfahretn sind nur unter bestimmten Voraussetzungen, und NUR mit einem entsprechenden Kolonnenfahrzeug, daß die Fahrspur nach hinten hin absichert, erlaubt. Auch schreibt die StVO klar vor, daß Radfahrer - wo vorhanden - den Radweg anstatt der Straße befahren MÜSSEN. Und Radwege gibt es in der Region um den Unfallort herum grade genug.
Sie mögen Kraftfahrzeuge jenseits der 200 PS als Sportgeräte bezeichnen, oder nicht. Klar ist dabei aber auch, daß es für Kraftfahrzeuge nur die Straße gibt, für Fahrräder sehr wohl aber Ausweichmöglichkeiten.
Aber Sie bezichtigen Ihren Voredner “Herrn B.” ja lieber der Notwendigkeit einer psychiatrischen Behandlung, als einmal objektiv zu bleiben und einzusehen, daß Ihre heiligen Fahrradfahrer die von Ihnen so vehement verteidigten Verkehrsregeln auch regelmäßig mißachten und dadurch primär sichelrich ein größeres Gefahrenpotential mit sich bringen, als die von Ihnen betitelten Sportgeräte jenseits von 200PS. Dies soll keineswegs ein Freibrief für Raser, Drängler oder ähnliche sein. Diese gehören ebenso rigoros bestraft, wie es Fahrradfahrer, welche sich nicht an die Verkehrsregeln halten, aber auch gehören.

Im Übrigen ist es im Jahre 2008 längst kein Geheimnis mehr, daß LKW Fahrer durch Ihre Disponenten oder Spediteure nicht selten gehörig unter Zeitdruck gestellt werden. Wer dies in Abrede stellt beweist dadurch nur, daß er nicht den blassesten Dunst einer Ahnung hat. Nicht umsonst maßregelt der Gesetzgeber zwischenzeitlich (zum Glück und völlig zu Recht) jene Disponenten und Spediteure, denen eben jenes nachgewiesen werden kann (was leider viel zu selten der Fall ist).

Herr Frings, vielleicht bedenken Sie das nächet mal auch solche Aspekte, bevor sie öffentlich solch unqualifizierte Bemerkungen von sich geben.

Geschrieben von
Torsten
am 24.09.2008
um 17:51 Uhr

Ich bin sowohl Auto- als auch Rennradfahrer. Sicherlich fahre ich nach Möglichkeit auf Feldwegen oder kleineren Kreisstraßen, aber von A nach B geht es definitiv nicht immer ohne Durchfahrt von Ortschaften oder über Landstraßen. Auf Bundesstraßen kenne ich im Übrigen nur Rennradfahrer, die den Seitenstreifen nutzen. Was soll der ganze Palaver?

Eigentlich gibt es doch nur 2 Regeln im Straßenverkehr:

1.) Fahre immer so, dass Du auf unerwartete Situationen reagieren kannst.

2.) Rechne immer mit der Dummheit und dem Fehlverhalten anderer.

Die Regeln gelten übrigens sowohl für Auto- als auch für Radfahrer…

Geschrieben von
Der Wolf
am 24.09.2008
um 19:26 Uhr

Sehr geehrter Herr Ich,

“Sie verlieren dabei erstaunlicherweise kein Sterbenswörtchen über teilweise extreme Gefahrensituationen, die tagtäglich auf deutschen Straßen von den (…) Fahrradfahrern ausgehen.”

Welche Gefahr meinen Sie da genau?
Daß das Überfahren eines Rennradfahrers so häßliche Beulen in der Karosse hinterläßt?
Daß man beim tuochieren eines Radfahrers immer so unschön mit dem Kfz abprallt?
Daß Radfahrer, die man an Einmündungen auf dem Radweg übersieht so häßliche Flecken im Lack machen?
Daß man gezwungen ist in gefährlicher Situation zu überholen und damit das Leben und die körperliche Unversehrtheit anderer Verkehhrsteilnehmer billigend aufs Spiel zu setzen können Sie ja eigentlich nicht meinen.
Bitte erklären Sie mir das doch bitte!

“Kolonnenfahretn sind nur unter bestimmten Voraussetzungen, und NUR mit einem entsprechenden Kolonnenfahrzeug, daß die Fahrspur nach hinten hin absichert, erlaubt.”

Das ist falsch. Bitte lesen Sie nach:
StvO §27 Verbände:
“Mehr als 15 Radfahrer dürfen einen geschlossenen Verband bilden. Dann dürfen sie zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren.”

“Auch schreibt die StVO klar vor, daß Radfahrer - wo vorhanden - den Radweg anstatt der Straße befahren MÜSSEN.”

Auch das ist falsch. Bitte lesen Sie nach:
Verwaltungsvorschrift zur StVO (VwV StVO) Zu §2 Abs4 Satz 2 röm.I:
“Der Radverkehr muß in der Regel ebenso wie der Kraftfahrzeugverkehr die Fahrbahn benutzen.”

Die Ausnahme davon ist eine mit Zeichen 237,240,241 begründete Benutzungspflicht. Nur diese Radwege MÜSSEN benutzt werden, und das auch NUR DANN, wenn sie den weiteren Ausführungen der VwV StVO zur baulichen Ausführung entsprechen, sowie die zuständige Gemeinde ihrer Wegesicherungs- und Unterhaltspflicht nachkommt.

Ich trainiere fast täglich auf Deutschlands Strassen. Täglich erlebe ich neue Knaller die ich so noch nicht hatte. Über die wenigsten rege ich mich auf. Im Gegenteil, auch wenn ich einmal wieder mit 10cm Abstand und Tempo 100 dauerhupend überholt wurde, winke ich in der nächsten Kurve ein Auto vorbei, weil ich freie Sicht habe. Auch fahre ich z.B. an Ampeln nicht rechts an den wartenden Autos vorbei, obwohl das mein gutes Recht wäre. Aber wozu? Für ein bißchen - wie sagt es Kollege Mike so schön - Schikane?
Nein, ein bißchen Miteinander täte allen gut.

Im Übrigen ist die Anzahl der Psychoten an Wochenenden seltsamerweise immens höher. Unter der Woche mache ich eigentlich eher gute Erfahrungen, aber - wie gesagt - ich bemühe mich auch um ein Miteinander und achte auf den Verkehr um mich herum. (Eben mal kurz auf den Gehweg hüpfen - verbotenerweise - um die Leut vorbeizulassen, etc).

Und zuletzt, auch wenn an dieser Aktion ein LKW beteiligt war, so möchte ich diese hier auch mal in Schutz nehmen. Ich habe nie erlebt, daß ein LKW Fahrer mich wissentlich gefährdet (ganz im Gegensatz zu vielen Autofahrern). Im Gegenteil habe ich meistens den Eindruck, daß das die Geduldigste Fraktion im Verkehr ist. Aber das kommt höchstwahrscheinlich davon, daß sie selbst immer wieder mit dem Vorwurf des rollenden Verkehrshinderniß`zu kämpfen hat.

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